Revolution des Arzneimittelmarktes
Das Nachrichtenmagazin Spiegel spricht von einer Revolution: Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler hat die Eckpunkte zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes vorgestellt. Sein Konzept ist mutig, entschlossen und die richtige Antwort auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen.
Das Ziel ist klar: Zum einen sollen die Pharmaunternehmen erstmals ihre Preise für neue Arzneimittel nicht mehr einseitig bestimmen können. Zum anderen sorgt die Koalition dafür, dass alle neuen und innovativen Arzneimittel sofort den Patienten zur Verfügung stehen.
Alleine 2009 sind die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung um 5,3 Prozent pro Versichertem gestiegen. Das entsprach einem Zuwachse von rund 1,5 Milliarden Euro!
Mit seinen Eckpunkten hat Rösler entschlossen gehandelt und sorgt dafür, dass die Arzneimittel in Zukunft für die Menschen bezahlbar bleiben.
Künftig müssen die Pharmaunternehmen mit eigenen Studien den Nutzen für alle neuen innovativen Arzneimittel nachweisen. Damit haben die Krankenkassen eine solide Grundlage für Preisverhandlungen. Sie können die Preise der Arzneimittel für ihre Versicherten dann eigenständig mit den Unternehmen verhandeln. Das ist ein weiterer bedeutender Schritt zu einem dezentralen und patientenorientierten Gesundheitsmanagement der Krankenkassen für ihre Versicherten.
Mit den Eckpunkten legt der Minister insgesamt ein Maßnahmenbündel vor, das den Arzneimittelmarkt neu strukturiert. Davon betroffen ist der gesamte Markt, also patentgeschützte Arzneimittel und Generika. Zu dem Paket gehören zeitlich befristete Sparmaßnahmen sowie langfristige Strukturveränderungen. Auch für Generika (also nicht mehr patentgeschützte Medikamente) werden Rabattverträge wettbewerblicher und patientenfreundlicher gestaltet. Patienten erhalten z. B. die Möglichkeit, im Rahmen einer Mehrkostenregelungen auch nicht rabattierte Arzneimittel auszuwählen. Der Spiegel hat recht: das ist eine Revolution!
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