ACKERMANN: Rettungsassistenten eine Perspektive geben

vom 06.10.2010

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BERLIN. Zu den Fortschritten auf dem Weg zu einem neuen Rettungsassistentengesetz (RettAssG) erklärt der Rettungsdienstexperte der FDP-Bundestagsfraktion JENS ACKERMANN:

FDP und Union sind sich einig: Wir müssen den Rettungsassistenten mehr Sicherheit und Chancen geben – sie brauchen eine konkurrenzfähige Ausbildung und klar definierte Kompetenzen im Alltag. Wie in anderen Berufen üblich, sollen Rettungsassistenten daher künftig eine dreijährige Ausbildung erhalten. Ziel ist es, das Ausbildungssystem von Grund auf zu reformieren.

Außerdem müssen die Kompetenzen klar definiert werden – das hilft Leben zu retten. Die derzeitige Rechtslage gibt nur unzureichende Vorgaben und zwingt Rettungskräfte bis zum Eintreffen eines Notarztes bei der Durchführung von lebenserhaltenden Maßnahmen in einem rechtsfreien Raum zu agieren. Das können wir nicht hinnehmen.

Die Koalition will deshalb bestehende Missstände beheben. Das RettAssG ist veraltet: Seit 1989 ist es in Kraft, die geltenden Regelungen sind völlig überholt, mangelhaft und geben die medizinische Entwicklung nicht wieder. Hier muss dringend gehandelt werden, um Nachwuchs für den Beruf des Rettungsassistenten zu finden.

Als Rettungsassistent weiß ich, wie wichtig es angesichts der Abnahme der Krankenhausdichte, vor allem im ländlichen Raum, ist, dass längere Anfahrtszeiten der Notärzte von Rettungsassistenten überbrückt werden. Bis dahin müssen die Rettungsassistenten lebens- erhaltende Maßnahmen durchführen können. Das nehmen wir jetzt in Angriff.

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