Zeit ist reif – einheitliches Rentenrecht in Ost und West

vom 12.06.2008

zurück zur Übersicht

WANZLEBEN. Fast zwei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit ist die Zeit gekommen, die Rentenberechnung in Deutschland einheitlich und nicht mehr getrennt nach Ost und West durchzuführen. Dazu der Liberalen Bundestagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt und Mitglied des Petionsausschusses Jens Ackermann:

„Nahezu 20 Jahre nach der Wiedervereinigung gelten in Deutschland immer noch zwei unterschiedliche Rentenberechnungssysteme. Jetzt ist die Zeit gekommen, endlich die Unterschiede zwischen Ost und West aufzuheben. Die FDP hat bisher als erste und einzige Fraktion im Deutschen Bundestag ein Konzept zur Vereinheitlichung des deutschen Rentenrechts ausgearbeitet. Dieser wird in der nächsten Woche in den Deutschen Bundestag eingebracht.

Die unterschiedliche Rentenberechnung führt bei den Rentnern in Ost und West zu Unzufriedenheit. Die Rentner in den neuen Bundesländern verstehen nicht, warum der Rentenwert Ost, der wesentlich die Höhe der Renten bestimmt, 18 Jahre nach der Einheit um 12,1 Prozent unter dem Rentenwert West liegt. Es ist an der Zeit dies endlich zu ändern.

Mit dem Vereinheitlichen des Rentenberechnungssystems wird wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Versicherten in Ost und West gleich behandelt fühlen. Auch mit dieser neuen Rentenregelung würde jedoch ein Punkt für die Zukunft offen bleiben. Viele, die in den neuen Bundesländern seit der Wende kaum mehr Arbeit hatten und damit geringe Rentenbeiträge geleistet haben, werden nur unwesentlich die Mindestrente überschreiten. Dieses soziale Problem der drohenden Altersarmut müssen wir im Auge behalten und dafür konkrete Lösungsvorschläge erarbeiten.“

Download dieser Pressemitteilung
zurück zur Übersicht